Riebel - Traditionell Wälderisch

Rezepttipp

Die Leibspeise vom Am-Holand-Chef

Sebastian verrät hier das Rezept zu seinem Lieblingsgericht, dem Riebel, eine traditionelle Speise, die besonders im Bregenzerwald verbreitet ist. Unser Chefkoch hat den Riebel schon so häufig zubereitet, dass er nach Augenmaß kocht. Für dieses Rezept hat er dir die Zutaten genau angegeben.

Zutaten für 4 Personen

300 g Vorarlberger Riebelmais (Riebelgrieß)
600 ml Milch (oder Milch-Wasser-Gemisch z.B. im Verhältnis 2:1)
1/2 EL Butter
1 TL Salz
1 EL Butterschmalz zum Braten

Tipp: Apfelmus, Kompott oder Vorarlberger Käse eignen sich als süße oder pikante Begleiter zum Riebel.

Zubereitung

Die Milch aufkochen, Salz und Butter hinzufügen, den gemahlenen Mais einrühren, zudecken und am Herdrand einige Stunden quellen lassen.

Nach dem Ruhen den Riebel mit Butterschmalz langsam knusprig braten. Dabei immer wieder „riebeln“ (mit dem Holzkochlöffel die Masse in kleine Stücke zerteilen).

Tipp: Der Riebel wird umso besser, je länger die Grießmasse Zeit hat zu quellen.

Wir wünschen gutes Gelingen!

Die Geschichte des Riebels

Der Riebel war bis in die 1970er Jahre eine Mahlzeit für bäuerliche Familien oder arme Leute. Oft wurde der Grießbrei schon am Vorabend gekocht und über Nacht zum Quellen an den Rand des holzbeheizten Herdes geschoben. Als sättigendes, vegetarisches und preisgünstiges Gericht wurde der Riebel meist zum Frühstück gegessen. Also wurde am Morgen, die Masse, die über Nacht gerastet hat, zubereitet. Bis zu eine Stunde wurde der Brei mit ausreichend Butter oder Schmalz angebraten. Das ständige Stochern, Riebeln bzw. Zerteilen lässt den eigentlichen Riebel entstehen: gebräunte und unregelmäßig große Grießklümpchen.